Als Bufdi in der Nachmittagsbetreuung

tl_files/fsj/images/Layout/Lea unterstuetzt bei Hausaufgaben.jpgUmringt von fünf Drittklässlerinnen sitzt Lea im Stuhlkreis und organisiert den Übergang der Kinder von der Schulzeit zum Nachmittagsprogramm. Jedes Kind bekommt ein Bändchen für das Mittagessen in der Schulkantine. Die 19-jährige Lea hat den Überblick und hilft den Kindern sich nach der Schule zwischen Essen, Hausaufgaben und Freizeit-Angeboten zu orientieren. Hier an der Schule Richardstraße werden am Nachmittag mehr als 300 Grundschüler*innen betreut. Als Bufdi hat Lea im September 2017 angefangen hier zu arbeiten, mittlerweile kennt sie fast alle Kinder hier. Als „Fels in der Brandung“ bietet sie allen, die sich entspannen möchten einen Platz an ihrer Seite und die Gelegenheit zu Gesprächen. Die Kinder genießen die Ruhe, die Lea ausstrahlt. Sie ist bei den Schüler*innn und im Erzieher*innenteam der GBS sehr beliebt.

Nach ihrem Abitur wollte Lea Zeit haben, um einen guten Plan für ihre berufliche Zukunft zu entwerfen. Freunde und Bekannte haben ihre Idee, Lehrerin zu werden, unterstützt, da dieser Beruf so gut zu ihrer Persönlichkeit passe und bestimmt das Richtige für sie sei. Doch Lea wollte nicht direkt nach der Schule zur Uni gehen. Auf der Suche nach Einblicken in die praktische Arbeit fragte sie ihre ehemalige Volleyball-Trainerin, die als Lehrerin an einer Grundschule angestellt war, nach einer Möglichkeit in das Berufsfeld Schule zu schnuppern. Über den Freiwilligendienst hat sie so ihren Platz bekommen. „Mit der Entscheidung zum Freiwilligendienst habe ich meine Komfortzone verlassen und etwas ganz Neues kennengelernt. An der Arbeit kann ich persönlich wachsen, ich habe Scheu und Zurückhaltung überwunden und kann souveräner handeln. Mit schwierigen Situationen gehe ich  gelassener um, selbst um das Wissen, dass es keinen alleinigen richtigen Weg gibt“, sagt Lea.

Die Arbeit hat ihr so gut gefallen, dass sie nach den 12 Monaten um weitere fünf Monate verlängert hat. Übergangslos hat sie dann im Anschluss ihre berufsbegleitende Ausbildung zur Erzieherin begonnen, die drei Jahre dauern wird. Mit dieser Entscheidung ist nicht nur Lea sehr zufrieden, Erzieher*innen und Schüler*innen haben sich sehr gefreut, als Lea mitteilen konnte, dass sie nach der Zeit im Freiwilligendienst als Auszubildende in der GBS der Schule bleiben würde. Für Lea ist ein Berufsweg über die Ausbildung klar und direkt. Sie sagt: „Über die Ausbildung kann ich Wissen und Kompetenz erlangen und zunehmend mehr Aufgaben eigenständig übernehmen. Jetzt habe ich erst mal ein klares Ziel.“

Für die Entscheidung zum Studium und für die Wahl der Studienrichtung braucht Lea noch Zeit. Die kann sie hier in der GBS mit einer für sie sehr sinnvollen Tätigkeit verbringen, bei der sie sich weiter entwickeln kann. „Ich spüre, ich werde gebraucht. Es ist nicht das große Ganze, was mich glücklich macht, es sind die vielen kleinen Momente mit den Kindern, die mir viel Freude bereiten. Und ich erfahre viel Wertschätzung aus dem Team.“